ADAC Autotest

Die neuesten Fahrzeugmodelle im ADAC Autotests
  1. SEAT Leon ST 1.8 TSI Start&Stop FR DSG
    Seat hat 2017 seinen Bestseller Leon einem dezenten Facelift unterzogen. Die Änderungen im Vergleich zum Vorgänger fallen jedoch selbst Leon-Kennern erst auf den zweiten Blick auf. Die Stoßfänger wurden modifiziert und die Scheinwerfer haben eine veränderte Leuchtengrafik. Unterm Blech hat sich mehr getan: Die aktive Sicherheitsausstattung wurde auf den aktuellen Stand gebracht. So steht nun auch ein Stauassistent zur Verfügung und der City-Notbremsassistent ist in der Lage, auf Fußgänger zu reagieren. Im Innenraum hielt ein Touchscreen mit vergrößertem Display Einzug, der bei genauerer Betrachtung jedoch eine Verschlechterung im Vergleich zum alten System darstellt. Durch den Wegfall der praktischen Direktwahltasten für die Hauptmenüs und das Streichen des Drehreglers zum Scrollen und Zoomen hat sich die Bedienbarkeit merklich verschlechtert. Unter der Haube des Testwagens steckt der 1.8-TSI-Motor, der 180 PS entwickelt und im nur 1,4 Tonnen schweren Kombi für flotte Fahrleistungen sorgt. Im Verbund mit dem agilen Fahrverhalten zählt der Leon ST zweifellos zu den freudvollsten Kombis in der Kompaktklasse. Gleichzeitig lässt das adaptive Fahrwerk (Option) den Federungskomfort nicht aus den Augen. Der Seat Leon ST ist damit auch nach vierjähriger Bauzeit nicht nur formal eines der attraktivsten Angebote in der Kompaktklasse. Bewährte Volkswagen-Technik gibt es hier zu einem günstigeren Preis als bei Skoda und VW. Dafür muss der Kunde nur leichte Einbußen bei der Materialqualität hinnehmen.
  2. VW T-Roc 2.0 TDI Style 4MOTION DSG
    Kleine SUVs liegen voll im Trend und es scheint kein Ende in Sicht. VW mischt nun auch bei den Kompakt-SUV mit und positioniert den T-Roc platzmäßig und mit seiner technischen Ausstattung zwischen Polo und Golf. Die Vorteile liegen im praktischen Zustieg und der günstigeren Übersicht im Verkehr. Die Nachteile sollte man jedoch auch beachten, etwas mehr Luftwiderstand und Gewicht wirken sich negativ auf den Verbrauch aus. Kommen Allrad und Automatik hinzu, macht es das nicht besser. So ergeht es auch dem T-Roc, der bekannte Zweiliter-TDI kann seine Spartalente im kleinen SUV nur bei niedrigem Tempo zeigen, je schneller man fährt, desto mehr steigt der Spritkonsum. Immerhin bleiben die Abgase recht sauber, die aktuellen SCR-Systeme von VW leisten gute Arbeit. Das Fahrwerk ist insgesamt sicher abgestimmt und bietet passenden Komfort. Wer adaptive Dämpfer möchte, muss aber zur Sport-Ausstattung greifen. Weniger komfortabel ist die Geräuschkulisse im Innenraum, der Motor ist stets deutlich zu hören, bei höheren Geschwindigkeiten ergänzt um Windgeräusche. Die unzulängliche Dämmung ist offensichtlich, das ist in einem Golf um Welten besser gelöst. Nachdem der Audi Q2 als Technikverwandter schon das untere Ende der Wertigkeitsskala bei Audi markiert hatte, war es für den T-Roc von VW zu befürchten: es wird gespart, was geht. Direkt sichtbar wird das im Innenraum, der auf jegliche haptisch angenehme Oberflächenveredelung verzichtet, die meist auch optisch mehr hermacht. Am Ende steht man vor dem T-Roc, der technisch auf dem aktuellen Stand ist, aber schöne Details und angenehm leises Fahren weggespart hat, und blickt fassungslos auf den Preis: im Falle des Testwagens knapp 45.000 Euro.
  3. Skoda Octavia Combi 1.5 TSI ACT Style DSG (7-Gang)
    Anfang 2017 hat Skoda seinem Dauerbrenner Octavia ein Facelift verpasst. Kaum ein Jahr später wird nun der 1,4-l-Turbobenziner durch einen etwas größeren mit 1,5 Liter Hubraum ersetzt. Die Leistungswerte bleiben gleich, trotzdem gibt es wichtige Verbesserungen: die Schadstoffanteile im Abgas sind deutlich gesunken. Auch der Verbrauch ist im Alltag etwas niedriger, weil der Motor bei höheren Lasten sparsamer arbeiten kann. Diese Vorteile gehen allerdings mit einer etwas schlechteren Laufkultur einher, die unter anderem dem höheren Einspritzdruck geschuldet ist - man kann eben nicht alles haben. An der praktischen Karosserie und ihrem opulenten Platzangebot hat sich nichts geändert, der geräumige Kombi empfiehlt sich insbesondere für Familien. An Verarbeitung und Materialqualität gibt es nichts auszusetzen. Darüber hinaus bietet Skoda viele Ausstattungen an, die Sicherheit und Komfort weiter erhöhen. In die Komfort-Kategorie gehört auch die adaptive Dämpferregelung. Sie verbessert den Federungskomfort, reicht aber nicht an die Souveränität der Volkswagen-Konkurrenten heran. Daher sollte man sich die Wahl gut überlegen, denn die Option kostet immerhin 920 Euro. In der Summe ist der Fahrkomfort gut und der Octavia ein angenehmer Reisewagen. Es empfiehlt sich ohnehin die ruhigere Gangart, denn bei höheren Drehzahlen wird der neue 1,5-l-Vierzylinder störend; wobei weniger die Lautstärke als der unharmonische Klang des Motors aus dem Rahmen fällt. Als effizienter und sauberer Zeitgenosse ist der Motor dennoch eine Empfehlung.
  4. Hyundai Kona 1.0 T-GDI Style
    Hyundais SUV-Familie erfreut sich eines neuen Mitglieds, das im Kleinwagensegment angesiedelt ist. Mit einer Länge von 4,17 m zeigt sich der Kona für den städtischen Einsatz sinnvoll dimensioniert, eine Breite von 2,07 m (samt Außenspiegeln) und ein Wendekreis von 11,2 m schränken die Handlichkeit des Koreaners im engen Stadtgebiet allerdings etwas ein. Immerhin können sich Fahrer und Beifahrer am guten Platzangebot erfreuen, im Fond und im Kofferraum ist dieses allerdings eingeschränkt. Aktuell wird der Kona ausschließlich mit einem 1.0-Liter und alternativ mit einem 1.6-Liter-Turbobenziner mit 177 PS angeboten. In Verbindung mit letzterem sind stets ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb im Kona verbaut. Im Laufe des Jahres 2018 soll zudem ein Dieselmotor mit 115 bzw. 136 PS zur Wahl stehen. Der im Testwagen verbaute Basisbenziner mit 120 PS sorgt im 1,3 Tonnen schweren Kona für absolut alltagstaugliche Fahrleistungen, der Kraftstoffverbrauch im EcoTest fällt für einen Kleinwagen jedoch mit 6,8 l/100 km überdurchschnittlich hoch aus. Punkten kann der Kona Style mit einer umfangreichen Serien- und Sicherheitsausstattung, wenn auch ein Anschaffungspreis von mindestens 21.900 Euro recht hoch angesetzt ist.
  5. Fiat 500X 1.4 MultiAir Start&Stopp Lounge 4x2 DCT
    Während viele Konkurrenten erst jetzt in das boomende Segment der Kleinwagen-SUV strömen, ist Fiat hier schon seit 2014 vertreten. 2017 hat das italienische SUV, das seinem Namensspender Fiat 500 sehr ähnlich sieht, eine sanfte Überarbeitung erfahren. Neben neuen Farben geht der Italiener nun mit einem upgedateten Infotainmentsystem auf Kundenfang. Technisch hat sich hingegen wenig getan. Dabei hätte vor allem die Fahrwerksabstimmung durchaus etwas Feinarbeit vertragen. Das Fahrwerk ist für ein SUV deutlich zu straff abgestimmt, worunter der ohnehin nicht berauschende Komfort merklich leidet. Auf der Habenseite stehen jedoch die sicheren und recht agilen Fahreigenschaften. Auch der Motor kann nicht wirklich überzeugen. Der 140 PS starke Turbobenziner sorgt zwar trotz des hohen Leergewichts von über 1,4 Tonnen für muntere Fahrleistungen, der Testverbrauch im ADAC EcoTest fällt mit 8,0 l/100 km aber viel zu hoch aus. Erschwerend kommt hinzu, dass der Ottomotor zu viel Kohlenmonoxid ausstößt. Fiat ruft für den 500X 1.4 MultiAir Lounge DCT knapp 24.000 Euro auf. Zweifellos ein stolzer Preis für ein Kleinwagen-SUV, immerhin ist der Fronttriebler recht umfangreich ausgestattet. Das tröstet jedoch wenig darüber hinweg, dass unter der schicken Schale nur ein höchst durchschnittliches Fahrzeug steckt.